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19.01.2012
Kartellamtsbericht: Milchindustrie zur Sektoruntersuchung Milch

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Milchindustrie im Spannungsfeld zwischen Märkten und Milchbauern
Molkereien zeigen Verständnis für die Nöte der Milchbauern, Milchboykott keine nachhaltige Lösung

Berlin, 29. Mai 2008 - Der Preisverfall bei Milch und Milch-erzeugnissen und die gestiegenen Kosten sind Ursache des derzeit laufenden Milchboykotts der deutschen Milcherzeuger. Der Milchindustrie-Verband (MIV), Berlin hat durchaus Verständnis für die schwierige Situation der Milchbauern, sieht sich aber als falschen Adressaten der aktuellen Protestaktionen der Milchbauern.

Aktuell liefern nach Erhebungen des MIV bundesweit ca. 70% der deutschen Bauern nach wie vor ihre Milch ab. Dabei schwanken die Zahlen von rd. 95 % im Norden und Osten Deutschlands bis hin zu 15 % in verschiedenen Regionen Bayerns.

Bisher hat der Milchboykott noch keine Auswirkungen auf die Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels mit Milchprodukten. Welche Folgen sich bei einer Fortsetzung bzw. Ausdehnung des Streiks ergeben, ist nicht absehbar. Aus den europäischen Nachbarländern sind zwar Solidaritätsbekundungen für die Boykott-Aktion festzustellen; die Milchströme aus dem Ausland sind bisher jedoch nicht versiegt.

"Die Molkereien können nur das auszahlen, was sie auf den Märkten einnehmen. Solange das strukturelle Angebot an Rohmilch in Europa größer ist als die Nachfrage an Milchprodukten jeder Art, wird Druck auf die Preise entstehen", so der Milchindustrie-Verband in Berlin.


Der Milchindustrie-Verband e.V. (MIV) repräsentiert mehr als 100 leistungsstarke, mittelständische Unternehmen. Diese stellen mit einem Jahresumsatz von rund 22 Milliarden Euro den größten Bereich der deutschen Ernährungsindustrie dar.


Kontakt:

Milchindustrie-Verband e.V.
Michael Brandl
Jägerstrasse 51
Tel: 030 4030445-31
Fax: 030 4030445-57
Mobil: 0171-7337445
Mail: michael.brandl@milchindustrie.de


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Wie erwartet hat der Milchmarkt zum Jahreswechsel etwas geschwächelt