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Daten und Fakten
19.01.2012
Kartellamtsbericht: Milchindustrie zur Sektoruntersuchung Milch

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Wertvoller Nährstofflieferant
Mit einem Liter Süßmolke lassen sich 4/5 des Tagesbedarfes an Riboflavin, 1/3 des Tagesbedarfes an Pyrodoxin und Biotin, 2/3 des Tagesbedarfes an Pantothensäure und 1/3 des Tagesbedarfes an Vitamin B12 decken. Gerade Verbraucher, die nur wenig oder gar kein Fleisch oder keinen Fisch verzehren (z.B. Lacto-Vegetarier), sind gut beraten, Molke zur Auffüllung ihrer Vitamin B12-Speicher zu nutzen. Zudem ist Molke vergleichsweise jodreich. 1 Liter deckt 40 Prozent des Jodbedarfs eines Erwachsenen.

Was den Mineralstoffbereich betrifft, so finden sich in Molke Calcium, Phosphor, Kalium und Natrium. Besondere Beachtung verdient dabei das Calcium. Es ist für Knochenaufbau und Zähne unverzichtbar. Kinder in der Wachstumsphase profitieren daher verstärkt vom Verzehr von Molke und Molkenprodukten. Ebenso wertvoll ist Molke zur Vorbeugung der Altersosteoporose.

1 Liter Süßmolke deckt den Calciumbedarf eines Erwachsenen zu 63 Prozent, den Energiebedarf jedoch nur zu 9,5 Prozent, d. h. die Nährstoffdichte der Süßmolke liegt somit sechsmal höher, als es ihrem physiologischen Brennwert entspricht. Damit empfiehlt sich Molke auch für Reduktionsdiäten bei Fettleibigkeit. Darüber hinaus lassen Untersuchungen vermuten, dass das günstige Kalium-Natrium-Verhältnis (40 Prozent zu 18 Prozent pro Liter) dem Bluthochdruck entgegenwirkt.


Molkenproteine werden häufig in Säuglingsfertignahrung eingesetzt; Molkenprotein-Diäten gelten als geeignete Varianten zur Ernährung mit Muttermilch. Das dominierende Kohlenhydrat sowohl in der Muttermilch als auch in Kuhmilch und Molke ist die Lactose. Lactose hat für die gesunde Entwicklung des Säuglings in mehrfacher Hinsicht Bedeutung: Es fördert die optimale Darmflora und die Calcium-Aufnahme. Noch längst nicht umfassend erforscht sind die günstigen Auswirkungen von Molkenprodukten auf das Immunsystem. Es gibt jedoch eindeutige Hinweise dafür, dass das menschliche Abwehrsystem durch Molkenprodukte nachhaltig gestärkt werden kann.

Für die Zukunft ist zu erwarten, dass Molke zur Ernährungstherapie bei chronischer Niereninsuffizienz vermehrt eingesetzt wird, gleiches gilt für die Therapie bei Infekten des Magen-Darm-Traktes. Aber vor allem der Beitrag, den Molkenprodukte zu einer optimalen täglichen Ernährung leisten, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Hier bestehen noch zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten.
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Wie erwartet hat der Milchmarkt zum Jahreswechsel etwas geschwächelt