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Daten und Fakten
19.01.2012
Kartellamtsbericht: Milchindustrie zur Sektoruntersuchung Milch

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Ernährungsphysiologische Bedeutung

Molke hat nicht nur hervorragende Verarbeitungseigenschaften, sie spielt auch für die Ernährung des Menschen eine weit vielfältigere Rolle, als allgemein bekannt ist.

Die breitgefächerten positiven Eigenschaften und Wirkungsweisen von Molke, die schon im Altertum bekannt waren, machen die hohe Wertigkeit von Molke und Molkenprodukte aus. Das bestätigen umfassende wissenschaftliche Untersuchungen.

Die Molkenproteine als wesentlicher Bestandteil der Molke zählen aufgrund ihrer Aminosäuren-Zusammensetzung zu den hochwertigsten Proteinen für die Ernährung. Mit ihrem hohen Gehalt an essentiellen Aminosäuren sind sie hervorragend geeignet, andere Proteine, insbesondere pflanzlicher Herkunft, durch entsprechende Mischungen aufzuwerten. Am Beispiel der Süßmolke, der für die Lebensmittelherstellung quantitativ bedeutsamsten Molkenart, erweist sich die besondere ernährungsphysiologische Bedeutung der Molke. Süßmolke verfügt über eine reiche Ausstattung mit Vitaminen, insbesondere der B-Gruppe - speziell B2, B12, B1 und B6.

FAO-Empfehlung für den Bedarf Erwachsener und Gehalt einiger Nahrungsproteine an unentbehrlichen Aminosäuren [mg AS/g Rohprotein]
Aminosäure (AS) FAO-
Empfeh- lung
Molke süß* Vollei Rindfleisch Weizen*
(ganzes Korn)
His 16 24 22 34 24
Ile 13 71 54 48 46
Leu 19 117 86 81 78
Lys 16 96 70 89 32
Met+Cys 17 34 57 40 43
Phe+Tyr 19 80 93 80 90
Thr 9 85 47 46 37
Trp 5 21 17 12 13
Val 13 76 66 50 53
Summe 127 604 512 479 416
* Berechnet aus Angaben in:
Zusammensetzung der Lebensmittel, Nährwert-Tabellen, 5. Aufl., Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (Hg.), Garching bei München, 1994

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