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Fakten, Daten und Zahlen
19.01.2012
Kartellamtsbericht: Milchindustrie zur Sektoruntersuchung Milch

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Warum ist die Milch an Schulen so wichtig?
Viele Kinder und Jugendliche gehen ohne Frühstück zur Schule. Dieser morgendliche Fehlstart hat Folgen, denn Kinder und Jugendliche sind in der Wachstumsphase ganz besonders auf die Energie- und Mineralstoffzufuhr nach der nächtlichen Schlafpause angewiesen. Folgen des Energiemangels sind Konzentrations- störungen und geringe Leistungsfähigkeit. An der täglichen Energiezufuhr sind Milchprodukte durchschnittlich zu 20% beteiligt, an der Zufuhr von Fett zu 27%, von Kohlenhydraten zu 13% und Eiweiß zu 31%. Gleichzeitig stellen sie 62% der Calziumzufuhr und 41% der Vitamin-D-Zufuhr dar, so die Ergebnisse der DONALD Studie 2008 (am Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund) mit dem Fokus auf den Verzehr von Milchprodukten.

Laut Ernährungsbericht der DGE essen Schüler häufig zu süß, zu fett und zu salzig. Der auf Grund dieser Essgewohnheiten festgestellte Mangel an Calcium wäre durch Milch einfach zu beheben. Für einen gesunden Knochenaufbau benötigen Grundschüler täglich 800 mg Calcium, fast 40 Prozent davon könnten bereits mit einem Viertel Liter Milch abgedeckt werden. Auch dem Auftreten von Osteoporose – einem zunehmend wichtiger werdenden Problem insbesondere bei Frauen – würde damit bereits in jungen Jahren vorgebeugt.


Das morgendliche Frühstück zu Hause und das Pausenfrühstück in der Schule sollten zusammen nicht weniger als 35 Prozent des Tagesbedarfs decken. Ernährungswissenschaftler betrachten den rückläufigen Schulmilchabsatz mit Besorgnis, denn: Wenn Milch an den Schulen nicht mehr angeboten wird, greifen viele Schüler erfahrungsgemäß zu überzuckerten Getränken, die zwar kalorienreich, aber nährstoffarm sind. Die Calciumversorgung wird u.a. dadurch gefährdet, dass die in süßen Getränken als sogenannte "Calciumräuber" enthaltenen Inhaltsstoffe in ihrer Wirkung unterschätzt werden. Kariesprobleme und Übergewicht nehmen zu. Daher ist es wichtig, das Thema Ernährung praxisorientiert in den Schulen und Kindergärten umzusetzen. Kinder müssen lernen, sich bewusst mit ihrer Ernährung auseinander zu setzen und die Tragweite von richtigen und falschen Ernährungsgewohnheiten zumindest im Ansatz einschätzen zu können. Verschiedene Organisationen wie beispielsweise die milchwirtschaftlichen Landesvereinigungen zeigen hier Wege und Möglichkeiten auf.
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Wie erwartet hat der Milchmarkt zum Jahreswechsel etwas geschwächelt