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Der Milchfettmarkt
Sahneerzeugnisse
Die Sahneproduktion in Deutschland konnte im Jahr 2009 weiterhin ausgedehnt werden. Insgesamt wurden 568,1 Tonnen Sahneerzeugnisse hergestellt, das ist ein Produktionsanstieg von 2,6 Prozent zum Vorjahr.
Butter
Die Erzeugung betrug im Jahr 2009 452.600 Tonnen, das waren 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Während in der EU insgesamt deutlich mehr Butter im Rahmen der privaten Lagerhaltung eingelagert wurde als in den Vorjahren, ging in Deutschland weniger Butter in die Lagerhäuser. Die Butternachfrage der privaten Haushalte hat 2009 das Niveau der beiden Vorjahre wieder übertroffen, bei einem allerdings historisch niedrigen Preisniveau. In der zweiten Jahreshälfte von 2009 kam es wieder zu deutlichen Preisanhebungen. 2010 wird die Butterproduktion voraussichtlich weiter zurückgehen.
| Veränderungen bei der Produktion von Sahneerzeugnissen und Butter |
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2006
in 1.000 t |
2007
in 1.000 t |
2008
in 1.000 t |
2009
in 1.000 t |
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2009:2008
in % |
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| Sahneerzeugnisse |
558 |
561,1 |
553,6 |
568,1 |
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2,6% |
| davon Schlagsahne |
414 |
412,5 |
400,8 |
420,1 |
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4,8% |
| leichte Sahne |
49 |
47,3 |
46,1 |
48,0 |
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4,1% |
| Kaffeesahne |
96 |
101,3 |
106,7 |
99,9 |
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-6,4% |
| Butter |
437 |
445,8 |
466,4 |
452,6 |
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-3% |
davon Markenbutter
(mild gesäuert) |
301 |
309,7 |
334,2 |
336 |
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0,5% |
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| Quelle: ZMB, BMELV, MIV |
Milchpulver & Co.
2008 hatten die deutschen Molkereien wieder weniger Magermilchpulver hergestellt als 2007, aber dennoch gut 10 Prozent mehr als 2006. 2007 war die Erzeugung wegen der starken Weltmarktnachfrage ausgedehnt worden. 2008 gestaltete sich der Absatz wesentlich schwieriger. Sowohl die Nachfrage vom Weltmarkt wie auch der Futtermittelindustrie ging zurück. Dies löste deutlich Preisrückgänge aus. Gegen Jahresende sanken die Preise für Lebensmittelware teilweise auf die Interventionsverwertung, für Futtermittelware sogar darunter.
2009 war der Markt trotz schwacher Preise von einer deutlichen Ausweitung der Produktion und umfangreichen Verkäufen an die Interventionsstellen gekennzeichnet. In Deutschland wurden im Jahr 2009 286.000 t Magermilchpulver hergestellt, das waren 26 Prozent mehr als im Vorjahr und die höchste Menge seit dem Jahr 2000. Ursachen für den starken Anstieg waren die höhere Milchanlieferung und die zunehmende Verbreitung der Eiweißstandardisierung. Außerdem hat der Rückgang der Produktion von Kasein und Vollmilchpulver Magermilchmengen für die Trocknung freigesetzt.
| Produktion von Dauermilcherzeugnissen in Deutschland |
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2006
in 1.000 t |
2007
in 1.000 t |
2008
in 1.000 t |
2009
in 1.000 t |
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2009:2008 |
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| Kondensmilcherzeugnisse |
459 |
446,1 |
416,2 |
421,0 |
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1,2% |
| VMP, Sahnepulver |
87 |
82,9 |
87,9 |
74,7 |
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-15% |
| teilentrahmtes Milchpulver |
1,7 |
1,7 |
2,3 |
5,7 |
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147,8% |
| Magermilchpulver |
191 |
231,8 |
226,7 |
286,0 |
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26,2% |
| Kasein, Kaseinate |
9 |
10,7 |
15,6 |
11,4 |
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-26,9% |
| Molkenpulver |
345 |
357,7 |
361,6 |
341 |
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-5,7% |
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| Quelle: MIV, ZMB, BMELV |
Biomilch
Der Bio-Anteil an der gesamten Milcherzeugung beträgt nur etwas über 1,8 Prozent. Dieser geringe Bio-Anteil lässt sich damit erklären, dass der Auslandsanteil von Biomilch und Biomilchprodukten relativ hoch ist. Hauptlieferanten sind hier Österreich und Dänemark. Einige Discounter vertreiben nun auch Bio-Milch. Die Zuschläge für die Bio-Bauern sind deutlich angehoben, was die Verwertung von Bio-Milch für den Landwirt attraktiver macht.
Biomilch-Anlieferung in Deutschland
Menge in 1.000 t
%-Anteil an Gesamtanlieferung
Quelle: BMELV
Textquelle: ZMB
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