
21.08.2012
"Wie in vielen anderen Bereichen auch, wird der Verbraucher diese Verknappung in Form steigender Lebensmittelpreise feststellen, das gilt auch für Milchprodukte", so der Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbandes Eckhard Heuser in Berlin.
Noch im Frühjahr bewegte sich die Milchanlieferung in der EU auf sehr hohem Niveau, was die Milchpreise unter Druck setzte. Zum Herbst hin hatten alle Marktexperten eine Befestigung der Lage erwartet. Jetzt nach den Sommerferien steigt erfahrungsgemäß der Verbrauch stark an. Das Ende des Ramadan zeigt ebenfalls seine Wirkung auf der Nachfrageseite.
Das Exportgeschäft ist unterschiedlich. Die Eurokrise erleichtert nicht gerade das Geschäft. Andererseits bringen die weltweit hohen Ölpreise Kaufkraft in die OPEC-Staaten, diese sind wichtige Kunden der deutschen Molkereiwirtschaft.
Auch für die deutschen Milcherzeuger sind Preisanpassungen erforderlich. Nach einem guten Jahr 2011 haben die Milchpreise in 2012 deutlich nachgelassen bei gleichzeitig stark gestiegenen Kosten auf den Landwirtschaftsbetrieben. "Gute Abschlüsse in den Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel sind die Voraussetzung für bessere Milchpreise", so Heuser.
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Der Milchindustrie-Verband e.V. (MIV) repräsentiert etwa 100 leistungsstarke, mittelständische Unternehmen. Diese stellen mit einem Jahresumsatz von rund 23 Milliarden Euro den größten Bereich der deutschen Ernährungsindustrie dar.
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